Enddarmleiden
Mindestens jeder zweite Erwachsene leidet unter Beschwerden des Enddarms - also der letzten 20 Zentimeter des Dickdarms. Frühzeitige Erkennung und Behandlung durch den Dickdarm- bzw. Enddarmspezialisten
(Enddarmspezialist) können Folgeschäden - etwa im Alter - oder gar lebensbedrohliche Krankheiten vermeiden. Beschwerden im Bereich des Mast- und Enddarmes können durch schmerzlose Spiegeluntersuchung
diagnostiziert werden
Hämorrhoiden
Hämorrhoiden sind arterio-venöse Gefäßkonglomerate,

sie werden auch Schwellkörper des Rektums genannt. Man unterteilt vier Stadien. Die Behandlung erfolgt je nach Stadium operativ oder konservativ.
Von Sklerosierung der Hämorrhoiden bis hin zu Gummibandligaturen.
Hämorrhoidalarterienligatur (HAL)
Mittels eines Spezialinstrumentes mit eingearbeiteter Ultraschallsonde werden die Hämorrhoidalarterien aufgesucht und mit einer Naht verbunden. Die Dauer des Eingriffs liegt bei ca. 15 min.
Operation der Hämorrhoiden
Es gibt verschiedene Arten der Operation. Welche Art von Operation Anwendung findet, muss individuell mit dem Patienten besprochen werden. Ziel der Operation ist die fast vollständige Entfernung der
Hämorrhoiden. Die Operationen sind prinzipiell alle ambulant durchführbar. Eine Narkose ist notwendig.
Analfissur
Unter einer Fissur versteht man ein längliches Geschwür im Hautbereich des unteren Analkanals. Zur Therapie stehen konservative Verfahren, wie die Dehnung des Schließmuskels inclusive schmerzstillender
oder muskelrelaxierender Salben zur Verfügung. In über 80 % kann hiermit eine Operation vermieden werden. Ist dies nicht der Fall kommt als Operation das Ausschneiden der Fissur sowie Glätten des
Wundrandes in Betracht.
Analfistel
Fisteln sind künstliche Gänge, welche sich in aller Regel durch Entzündungen der Afterdrüse bilden. Es muss eine Untersuchung erfolgen und in aller Regel die operative Sanierung des Fistelganges, um ein
weiteres Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.
Analvenenthrombosen
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um spontan auftretende Blutgerinnsel in den äußeren Analvenen.
Hierbei erfolgt eine Therapie, diese reicht von lokal abschwellenden Maßnahmen und Bädern bis zur operativen Entfernung oder Eröffnung in lokaler Betäubung. Begleitend auftretende Analerkrankungen sollten
mitbehandelt werden.
Marisken
Vorpostenfalten. Die sind Hautfalten am äußeren Analrand, welche in jedem Lebensalter auftreten können. Eine spezielle Therapie ist nicht notwendig. Sollten die Falten jedoch als störend empfunden werden,
ist die Entfernung in lokaler Betäubung ambulant möglich.
Inkontinenz
Es gibt verschiedene Schweregrade der Inkontinenz. Es ist auf jeden Fall eine genaue Befragung, eine Enddarmuntersuchung und eine Schließmuskelmessung erforderlich. Eine Dickdarmabklärung, falls nicht schon
erfolgt, sollte stattfinden. In vielen Fällen kann eine Therapie mittels Biofeedback oder Elektrotherapie eine deutliche Verbesserung bringen. Jedoch ist in manchen Fällen eine Operation notwendig.